www.mammanetz.dewww.beta-institut.de
Integrierte
    Versorgung


Case Management

Forschungsverbund

Apothekenprojekt

Tagungen
    Kongresse


Startseite

Downloads

Impressum

Sitemap

Arbeit mit Case Management


Der Handlungsansatz im Modell mammaNetz ist Case Management. Case Management ist ideal geeignet, sowohl die Patientinnen über die gesamte Behandlung hinweg zu begleiten als auch auf der Systemebene die Kooperation und Vernetzung zu fördern.
Case Management bedeutet, dass die Patientin optimal in ihrer individuellen Situation betreut wird. Es wird alles organisiert, was die Betroffene braucht, um gesund zu werden oder mit ihrer Krankheit bestmöglich zu leben.
Wichtig für das Modell mammaNetz ist, dass die Case Managerin immer ein Bindeglied zwischen dem Individuum, den Anbietern, dem Kostenträger und dem Gemeinwesen bildet. Diese Mittlerfunktion betont zweierlei: zum einen die Ausrichtung auf ein intensives, fallbezogenes Arbeiten, zum anderen das Interesse an Effektivität und Rationalität im Sinne der Qualitätssicherung und Kostenminimierung.

Phasen des Case Managements
Case Management läuft sehr strukturiert und in zeitlich aufeinander folgenden Phasen ab. Dadurch werden alle möglichen Probleme erfasst und so sortiert, dass die Patientin sich in der neuen Situation zurecht findet und aktiv Entscheidungen fällen kann.

  1. Intake
    In einem ersten Gespräch wird mit der Patientin geklärt, ob überhaupt Case Management notwendig ist oder ob gezielte Informationen ausreichen.

  2. Assessment (Bedarfserhebung)
    Eine intensive Besprechung mit der Patientin erfasst deren individuellen Versorgungsbedarfs. Besprochen werden alle Aspekte ihrer aktuellen Situation (medizinisch, psychisch, sozial, spirituell), wo es Probleme gibt und wo Hilfen zu erwarten sind. Grundlage des Assessments ist die ICF-Klassifikation der WHO.

  3. Indikations- und Hilfeplan
    Patientin und Case Managerin legen Ziele fest, planen die dazu notwendigen Maßnahmen und legen fest, wer was bis wann tut.

  4. Intervention (Durchführung)
    Während die vereinbarten Maßnahmen laufen, fungiert die Case Managerin als Koordinatorin für alle Beteiligten.

  5. Monitoring (Überwachung)
    Die Case Managerin kontrolliert und dokumentiert alle Aktivitäten, erfasst, wie weit das Ziel schon erreicht ist, achtet auf die Qualität und kann eingreifen, wenn eine Maßnahme nicht greift oder nicht richtig durchgeführt wird. Unter Umständen muss dann der Hilfeplan überarbeitet werden und der Case-Management-Prozess setzt einige Schritte früher wieder ein.

  6. Evaluation (Be- und Auswertung)
    Am Ende besprechen Patientin und Case Managerin die gesamte Maßnahme und entscheiden, ob die Unterstützung beendet oder fortgeführt wird.

Case Management auf der Systemebene
Case Managerinnen sorgen auf der Gesundheits-System-Ebene dafür, dass die Einrichtungen, die Leistungen für die betroffenen Frauen erbringen, besser miteinander kooperieren und aufeinander abgestimmt sind. mammaNetz Augsburg knüpft und pflegt dafür Kontakte zu Netzwerkpartnern (bereits über 200 Partner), informiert mit einem regelmäßigen Newsletter und organisiert jährlich einen Netzwerktag, der sowohl der Information und Weiterbildung als auch dem Knüpfen persönlicher Kontakte dient.

Wissenschaftlicher Hintergrund
mammaNetz ist eines der ersten, wenn nicht überhaupt das erste Projekt im deutschen Gesundheitswesen, bei dem der Einsatz von Case Management bei Frauen mit Brustkrebs wissenschaftlich untersucht wurde und sein Nutzen bewiesen werden konnte.


Weiterführende Information
 mammaNetz-Broschüre
 Kurzbericht zur Studie